Nächstes Jahr im Februar fahren zum ersten Mal die 7. Klassen in eine Wintersportwoche. Ich habe daher an den Leiter Herrn Arnold ein paar Fragen.
Seit wann versuchen sie, die Wintersportwoche durchzusetzen?
Ich bin seit 2011 an der Schule und habe vor 14 Jahren zum ersten Mal angeregt, über eine Wintersportwoche nachzudenken. Damals gab es allerdings keine Mehrheit für die Idee. Seit einigen Jahren kam aber auch von einigen anderen Lehrkräften der Wunsch auf, ein Skilager anzubieten.
Warum hat es denn jetzt geklappt?
Bei klassischen Skilagern hat man zunehmend die Themen, dass zum einen die Schneesicherheit abnimmt und zum anderen, dass sie ökologisch problematisch sind und nicht zuletzt, dass Skifahren sehr teuer geworden ist. Sehr viele Schulen, die seit vielen Jahren ein Skilager anbieten, hören aktuell damit wieder auf. Kritische Stimmen in der Vergangenheit haben auch immer wieder angemerkt, dass ein Skilager in Miesbach wie „Eulen nach Athen tragen“ sei, da eh fast alle Kinder Skifahren können. Dass wir entgegen dieser Entwicklung nun damit anfangen, liegt daran, dass wir die problematischen Themen berücksichtigen können, auch, weil wir so nah an den Bergen sind. Somit erzeugt unsere Anreise kaum CO2 und der Schwerpunkt dieser Woche liegt weniger auf dem reinen Pistenskifahren, sondern mehr auf einer gemeinsamen Woche in der Natur.
Was ist das Ziel der Wintersportwoche?
Eine gemeinsame Woche in der Natur mit diversen Angeboten rund um die winterliche Bergwelt. So bieten wir neben Skifahren und Snowboardfahren auch Langlaufen, Schneeschuhwandern und Skitourgehen an. Am letzten Tag gibt es dann noch zwei Module zu den Themen Sicherheit und Ökologie, wobei die Kinder lernen, alpine Gefahren einzuschätzen und für die Natur im Winter sensibilisiert werden. Auch die Klassengemeinschaft soll explizit gestärkt werden und der Spaß nicht zu kurz kommen.
Somit sind wir sicher, dass die Woche einen Mehrwert hat, der sowohl dem Erziehungs- als auch Bildungsauftrag gerecht wird als auch nachhaltige Erinnerungen schafft. Auch die Kosten können somit niedrig gehalten werden, so dass die finanzielle Belastung im Rahmen bleibt.
Was sind die Herausforderungen bei einer solchen Woche?
Die Planung einer so vielfältigen Woche hat es echt in sich und wir feilen an den einzelnen Modulen nun schon seit einiger Zeit. Auch darf nicht vergessen werden, dass einige Lehrkräfte während der Woche für den Unterricht fehlen und vertreten werden müssen. So schön eine solche Woche ist, bedeutet sie auch eine nicht zu unterschätzende Mehrbelastung für die gesamte Schule. Somit kann die Fahrt nur angeboten werden, wenn viele Schultern bereit sind, sie zu tragen. Ob das Verhältnis zwischen Belastung und Mehrwert stimmt, wird sich herausstellen, aber wir glauben, dass es sich lohnt, sonst würden wir es nicht wagen. Dennoch gebührt an dieser Stelle allen Dank, die diese Fahrt ermöglichen.
Interview von unserer Autorin Lena E.

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